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#21

RE: Schmusen und knuddeln

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Dies&Das - der Glidertalk

01.02.2011 18:58
von Seraph | 919 Beiträge

Axo... Sabsihase.
Du darfst dich gerne Persönlich davon überzeugen, das meine Tiere zahm sind. Hab gerade gesehen das du gleich um die Ecke wohnst


Solange Menschen denken das Tiere nicht fühlen, fühlen Tiere das Menschen nicht denken.

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#22

RE: Schmusen und knuddeln

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Dies&Das - der Glidertalk

01.02.2011 19:43
von sabsihase | 8 Beiträge

Alles klar Seraph!
Ist schon gut jetzt. Es sei Dir verziehen!
Hast es wohl nicht so gemeint.
Wie Du vielleicht gesehen hast, suche ich gerade nach einem Weibchen.
Weiteres zwischen Uns könnten Wir mit privaten mails klären. O.k?

Nochmal zum Thema, der Tierarzt auf youtube (den Berndt erwähnt hat) der verschiedene Dinge zur Haltung erklärt, spricht auch an, sugar glider mind. zu zweit zu halten. Er hat selbst welche, die sind absolut handzahm. Das ganze funktioniert also auch bei Gruppenhaltung und ist nicht zwingend eine Verhaltensstörung.
Die Amis halten Momongas schon viel länger und haben somit auch mehr Erfahrung.
Ich finde ein gesundes Maß wie in anderen Fällen ganz in Ordnung.
Man muß es ja nicht wirklich wie die Amis übertreiben.
Aber Jeder wie Er es mag. Kinder erzieht zum Glück auch nicht Alle gleich.

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#23

RE: Schmusen und knuddeln

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Dies&Das - der Glidertalk

02.02.2011 16:06
von Seraph | 919 Beiträge

Ja schon, aber ich bin etwas empfindlich geworden, wenn jemand sagt er hat einen Glider. Tut mir leid.
Ich wünsche dir viel Glück bei der Partnersuche.
Leider kann ich dir niemanden nennen der aus der "Nähe" gerade Tiere abzugeben hat. Hast du schon die Anzeigen hier durchsucht?


Solange Menschen denken das Tiere nicht fühlen, fühlen Tiere das Menschen nicht denken.

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#24

RE: Schmusen und knuddeln

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Dies&Das - der Glidertalk

06.02.2011 13:44
von Berndt | 21 Beiträge

Also, um es dann noch mal zu sagen ... eine Einzelhaltung wollte ich auf keinen Fall propagieren. Wir suchen nun auch schon einige Wochen nach einem groesseren Kaefig, was hier in Japan nicht ganz einfach zu sein scheint. Meistens Importware, nicht alles fuer Glider geeignet oder ausverkauft. Wir arbeiten daran und hoffen, dass unsere Momo dann auch einen Gefaehrten bekommen kann.

Einzelhaltung als Tierquaelerei zu bezeichnen ist vielleicht dann doch etwas hart aber wenn man dem Tier eine Art "menschlichen Ausgleich" schaffen will, wird es schnell zur Menschenquaelerei
Sich fast jede Nacht um die Ohren schlagen und mit seinem Glider rumturnen, gibt nach ein paar Monaten schon Augenringe. Unsere Momo ist leider auch durch nichts in der Welt dazu zu bewegen, vor Mitternacht aufzustehen und dreht dann so gegen 3-4 Uhr richtig auf. Wenn man nicht gerade Rentner ist und auch nebenbei noch seine Broetchen verdienen muss, zehrt das naechtliche Glider-Leben schon an den Kraeften ... und kneifen gilt nicht. Wenn man wirklich mal ne Nacht durchpennen will, schlaegt Momo natuerlich Alarm ... so nach dem Motto: "Du hast mich gekauft, also steh gefaelligst auf, hol mich aus dem Kaefig und spiel mit mir !!!"

Insofern sind wir dann doch auch schon sehr bemueht, einen Gefaehrten zu finden. Dafuer muss aber erst noch das Kaefig-Problem geloest werden. Bin mir da aber auch noch nicht richtig sicher, ob die Kaefiggroesse wirklich "das Kraut fett macht" ( und somit die naechtlichen Freigaenge tatsaechlich ersetzt ). Meiner Beobachtung nach sind die Tiere schon recht auslaufbeduerftig. Meine Frau hat letzt ein Video entdeckt, dass die Tiere in freier Natur zeigt.
http://www.nationalgeographic.co.jp/vide...class=33&PAGE=1
Mehr als 100 m gleiten die Burschen aus dem Stand ohne mit der Wimper zu zucken. Das entspricht der Laenge eines Fussballfeldes und laesst selbst die heimische Wohnung schnell relativ erscheinen.

Zum naechtlichen Trainingsprogramm gehoert daher nicht nur faul rumkuscheln. Die Kuschelphase ist mehr nach dem Aufstehen. Dann wird sich erstmal geputzt und nach dem Knuddeln ist bei unserer Momo Action angesagt. Dann wird durch die ganze Wohnung getobt und man kann sich auch schlecht druecken, in das Spiel eingebunden zu werden, weil mich Momo quasi staendig als "mobile Basis" benutzten meochte, irgendwohin und wieder zurueck zu springen.

Hab die Idee von einigen japanischen Momonga-Blogs und es funktioniert sehr gut: Der "Momonga-Parkur". Die Tiere haben offenbar einen ganz natuerlichen Sinn dafuer, sich Wege zu merken und auch Spass daran, diese zu wiederholen. Ich fange z.B. in der Mitte des Wohnzimmers an. Momo klettert von mir runter, rennt wie ein geoelter Blitz in die Kueche, klettert dort die Gardine hoch, rennt an der Gardinenstange entlang und wartet am anderen Ende darauf, bis ich dort auch angekommen bin und springt auf mich zurueck. Das kann man dann theoretisch bis zum Morgen wiederholen ... wenn man die Puste dafuer hat. Versucht es einfach mal ... macht Spass

Ich hoffe daher einfach nur, dass sich zwei Momongas dann auch einigermassen zusammen bewegen. Ist schon nicht immer einfach, einen von den "Super-Ninjas" staendig im Auge zu behalten aber wenn zwei oder mehrere dann auch noch an verschiedenen Orten der Wohnung Unsinn anzetteln ...

Was die Schmusebeduerftigkeit angeht, scheint eine Gruppenhaltung der Zuneigung zum Menschen aber keineswegs zu schaden. Insofern gibt es auch kein Argument, eine Einzelhaltung aus diesen Gruenden zu empfehlen. Habe hierzu zwar noch keine eigenen Erfahrungen aber es gibt hier in Japan halt sehr viele Momonga-Blog-Seiten, auf denen Leute regelmaessig ihre Erfahrungen austauschen. Diesen ist zu entnehmen, dass sich Mensch und Tier von den Glidern durchaus als eine Gruppe oder Familie angesehen werden. Vielleicht aehnlich wie bei den Hauskatzen, welche Menschen, wie ich mal gelesen habe, auch nur als Katzen sehen. Vieles spricht dafuer, da selbst Menschen erst ab einer gewissen Entwicklungsphase ihrer Intelligenz tatsaechlich ein "Selbstbild der Persoenlichkeit" entwickeln ( angefangen damit, sich selbst ueberhaupt im Spiegel identifizieren zu koennen ) und so andere von sich abgrenzen koennen. Bei Sugar Glidern duerfte die Intelligenz dafuer sicher nicht ausreichend entwickelt zu sein und selbst Menschenaffen sehen Menschen wahrscheinlich auch nur als "andere Affen".

Insofern sollte man den Begriff "Persoenlichkeitsstoerung" auch etwas differenzierter sehen. Eine solche tritt bei Gruppentieren ganz sicher auf, wenn man sich nicht ausreichend um Einzeltiere kuemmert. Das ist auch mehrfach belegt ... und ganz besonders Sugar Glider scheinen in dieser Hinsicht sehr sensibel zu sein und schnell einsam zu werden. Wie gesagt ... fuer unsere Momo reicht schon eine Nacht um ihr Beduerfnis nach Zuneigung ( auch "verbal" ) einzufordern. Die Tiere habe zudem, aehnlich wie kleine Kinder kein richtiges Zeitgefuehl, denke ich. Um es mal so romantisch auszudruecken, Stunden der Einsamkeit werden schnell wesentlich laenger empfunden.

Grundsaetzlich, und das ist der feine Unterschied, denke ich aber nicht, dass Sugar Glider ( mal von der Sexualitaet abgesehen ) tatsaechlich in der Lage sind, zwischen Mensch und Glider zu unterscheiden. So werden interessanterweise oft auch eigene Momonga-Regeln auf die Familie oder Gruppe uebertragen. In unserer Familie bin ich z.B. fuer Momo der "Boss" ( was in der menschlichen Realitaet durchaus nicht der Fall ist ), meine Frau hingegen wird, obwohl sie sich ebenso mit dem Tier beschaeftigt, mehr als "einfach nur ein anderes Mitglied der Gruppe" gesehen. Es scheint also so, dass fuer den Glider die gleichen Regeln gelten, egal ob sich nun mehrere Menschen oder Tiere in der Gruppe befinden.

Das Geschlecht des Tieres spielt dabei wohl auch eine Rolle. Maennliche Glider scheinen sich in der Mensch-Tier-Gruppe entsprechend ihrer Natur anders als Weibchen zu verhalten. Einigen Halter-Berichten ist zu entnehmen, dass man es mit weiblichen Glidern in mancher Hinsicht etwas leichter hat, da sich diese einfacher in die ( sowohl aus Menschen wie auch aus Tieren bestehende ) Gruppe einordnen.

Wie sind da Eure Erfahrungen ?

Und ... sich hier streiten ist schade, finde ich. Ich denke mal, dass jeder hier bemueht ist, seinem kleinen Freund ( oder Freundin ) das Bestmoegliche an Zuwendung und Liebe zukommen zu lassen ... und nur darum geht es ... und darum, sich auf diesem Wege gegenseitig zu helfen. Die Auffassungen moegen zuweilen unterschiedlich sein - der eine sieht den Glider mehr als Exot, der andere mehr als Freund und Gefaehrten ... aber wenn man das ( wie ich finde sehr wichtige ) Argument "Gruppentier" betrachtet, dann darf man sich da als Mensch auch nicht ausklammern. Wenn man sich einen gemeinsamen Lebensraum teilt, gehoert man auch zur selben Gruppe. Vieles deutet daraufhin, dass zumindest Glider das auch so sehen.

Gruppenhaltung fuer Glider ist sicherlich das absolut Beste ... aber es darf auch niemals als Entschuldigung dafuer dienen, sich selbst aus der Gruppe auszugrenzen und das Tier nur aus der erhobenen Sicht des ueberlegenen Menschen und Halters eines Exoten zu sehen und so zu behandeln. Das moechte ich mir auch dann noch immer wieder selbst aufsagen, wenn Momo dann hoffentlich doch mal einen Spielgefaehrten bekommt. Freue mich aber schon darauf, wenigstens hin und wieder mal ne Muetze Schalf zu bekommen

Wir sind alle nur "Momongas" ... zumindest aus Sicht unserer kleinen Helden


Die Beurteilung der Intelligenz bei Tieren beruht meist darauf, ob und in wie weit sie unsere Sprache verstehen koennen. In wie weit koennen wir denn ihre verstehen ?

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#25

RE: Schmusen und knuddeln

in

Dies&Das - der Glidertalk

06.02.2011 20:47
von Seraph | 919 Beiträge

Sabsihase und ich haben die Sache geklärt... Sehe ich zumindest so...

Ich bin der meinung, das ich meinem Haustier als Partner nicht gerecht werden kann und es deswegen nötig ist, das es Partner hat, die das können.

Ich finde es toll, das ihr Momo jetzt auch einen Partner suchen wollt. Habt ihr euch überlegt, eine Voliere selbst zu bauen? Oder ist das in Japan eher schlecht zu bewerkstelligen?


Solange Menschen denken das Tiere nicht fühlen, fühlen Tiere das Menschen nicht denken.

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#26

RE: Schmusen und knuddeln

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Dies&Das - der Glidertalk

07.02.2011 03:32
von Berndt | 21 Beiträge

Es fehlt mir leider an jeglicher handwerklicher Begabung und Erfahrung. Hinzu kommt, dass es zumindest hier in Tokyo nur sehr wenige Baumaerkte und diese dann auch nur ziemlich ausserhalb der Stadt gibt. Japan hat keine besonders ausgepraegte Kultur fuer Heimwerkerei. Daher gibt es auch keinen Bedarf und man kann hoechstens mal ein billiges Schraubenzieher-Set bekommen. Einen Hammer muesste man sich dann schon online bestellen und dann wird alles auch sehr teuer.

Der Hauptgrund hierfuer mag darin liegen, dass es ohnehin verboten ist, an der eigenen Wohnung Veraenderungen durchzufuehren ( selbst einen Nagel in die Wand zu schlagen ). Die meisten Leute haben ausserdem ohnehin keine Zeit fuer die Handwerkerei und auch keinen Platz, Werkzeug oder aehnliches irgendwo aufzubewahren. Fuer den Preis eines Stueck Holzes wird man ausserdem bei Ikea wahrscheinlich auch schon einen ganzen Schrank bekommen.

Groessere Kaefige, die man hier schon fertig kaufen kann, haben dann meist auch einen zu grossen Zwischenraum zwischen den Staeben, weil auch fuer groessere Tiere gedacht. Wir hatten aber schon ein gutes Model gefunden, das bei Bestellung dann aber irgendwie immer ausverkauft war. Braucht halt Zeit.

Bin mir wie gesagt aber auch noch nicht hundertprozentig sicher, ob das Problem damit auch wirklich geloest ist. Ich empfinde Momo schon als ein Tier mit Bewegungsbedarf. Ob da ein paar Zentimeter mehr Kaefig wirklich helfen ? Der Kaefig ist fuer sie ein Ort zum schlafen, fressen oder sich putzen. Danach macht sie Rabatz und will raus. Man anderen Glidern verglichen, scheint Momo auch recht verwoehnt zu sein. Sie hat zwar an allem neuen sofort Interesse aber nie lange. Sie will beschaeftigt werden. Sie kennt unsere Wohnung inzwischen und bleibt keine 10 Sekunden irgendwo, ohne nicht zumindest einmal wieder auf mich zurueck zu springen. Mit meinen Haenden "kaempfen", das ist toll und wenn ich etwas mache oder in die Hand nehme, das ist interessant.

Ich habe Momo auch nie mit Futter gelockt. Alle Leckerchen liegen im Kaefig ... aber dahin will sie nach den Freigang zum verrecken nicht. Krallt sich in meiner Hand fest, wenn ich sie zurueckbringen will und leckt meine Finger ... als wenn sie damit sagen will: "Komm ... noch eine Runde. Du kannst doch jetzt nicht so grausam sein und mich wieder in den Kaefig befoerdern." ... kann ich dann meistens auch nicht.

Komischerweise dauert es aber erst einmal eine ganze Weile bis Momo aufsteht. Wir haben schon echt alles versucht, sie an eine etwas fruehere Aufstehenszeit zu gewoehnen ( das Licht frueher loeschen, etc. ) ... nix zu machen. Vor 12 ernte ich immer nur ein aergerliches "gegegege" aus dem Schlafbeutel. So um 1 guckt die Nase dann das erste mal raus und Momo will schmusen. Davor oder danach wird sich erstmal ne halbe Stunde geputzt, eine Kleinigkeit gefressen und so gegen 3 geht die Post ab. Bin ich dann selbst schon tot ins Bett gefallen, ruft sie mich ... ist schon manchmal ein Kreuz und ich hoffe, dass sich das dann mit einem Gefaehrten etwas bessert. Wenn ich dann hinterher aber zwei Fans habe, die mir den Schlaf rauben, erschiesse ich mich ... aber echt. Vielleicht steht der zweite Momonga dann ja wenigstens was frueher auf und kann Momo mitreissen. So viele berichten, dass ihre Glider schon an Abend aufstehen. Das wuerde einiges schon leichter machen.

Ich weiss ja auch, dass ich Momo verwoehnt habe und an einigem selber Schuld bin ... aber so wie Du z.B. auf die Einzelhaltung empfindlicher reagierst, gehoeren Tiere fuer mich irgenwie nicht in den Kaefig ... egal wie gross der ist. Geht manchmal zwar nicht anders, weil man besonders japanische Wohnungen nur sehr schwer "Glider-sicher" machen kann ( es sei denn, man kann sich mehrere Zimmer leisten ) aber besonders Glider sind doch sehr bewegungsintensive Tiere. Was sind schon zwei Quadratmeter Kaefig fuer jemanden der sonst 100 Meter durch den Dschungel segelt. Das waere so, als wenn ich mir eine Antilope in einem Stall halte. Darum mache ich mir immer mehr Sorgen als um das Fehlen eines zweiten Gliders. Ich kann mit Momo nun mal leider nicht im Dschungel leben und deshalb versuche ich, mich so viel wie moeglich mit ihr zu beschaeftigen, ihr Bewegung und Abwechslung zu verschaffen. Eine "Fixierung auf Menschen als Schmusetier" war dabei eigentlich gar nicht beabsichtigt ... aber es ist so, wie ich es gesagt habe: Mensch und Tier wachsen ganz unweigerlich zu einer Einheit zusammen, wenn sie sich den gleichen beschraenkten Lebensraum teilen und aufeinander angewiesen sind.

Das mit dem "Boss" nehme ich ausserdem zurueck. Wenn ich mir es so recht ueberlege, ist Momo in unserem Haushalt klar der Boss.


Die Beurteilung der Intelligenz bei Tieren beruht meist darauf, ob und in wie weit sie unsere Sprache verstehen koennen. In wie weit koennen wir denn ihre verstehen ?

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#27

RE: Schmusen und knuddeln

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Dies&Das - der Glidertalk

07.02.2011 11:59
von Meik | 16 Beiträge

Hallo Bernd,

mal ganz ehrlich ... so wie du / ihr eurer kleinen entgegenkommt, das ist einfach nur Wahnsinn, und richtig schön lesen zu dürfen dass ihr euch so viele Gedanken zu der kleinen Momo macht. Es macht richtig viel Spaß deine Beiträge zu lesen , weil diese immer einen Beigeschmack haben, wo man klar und deutlich erkennen kann wie tierlieb ihr seid, und ihr der kleinen Momo mehr oder weniger wie ein kleines ( Kind ) seht, statt wie viele andere Haustier und gut ist.

Ich würde mir nach deiner Sachlage nicht allzu viel Gedanken und Druck wegen einem großen Käfig machen, die Möglichkeit ist eben kaum bei Euch im Lande gegeben, von daher kommt Zeit kommt Rat.

Was natürlich nur schöner wäre für klein Momo, wäre ein Partner oder Partnerin, aber hier würde ich mir auch nicht allzu viel Druck machen. Der kleinen geht es in erster Linie richtig gut, und das ist die Hauptsache. Zwar kann der Mensch nie und nimmer den Lebenspartner eines Tieres ersetzen, aber für euch habt ja bisher eine gute Lösung gefunden wo alle bisher zufrieden sind.
Einen größeren Käfig, ob für Momo jetzt alleine, oder für den zusätzlichen Partner/in , ist wie du schon sagst nicht wirklich eine Lösung, weil wenn wir mal ganz ehrlich sind, Glider kann man einfach nicht gerecht werden. Man kann es versuchen ihnen Artgetreu dieses nachzuahmen, aber so wirklich scheitert es an jeder Ecke.

Ich habe hier auch eine 2m Voliere stehen, nur sie bringt den kleinen wirklich nichts. Weil sie sind erst richtig Happy wenn die Türe abends aufgeht, und sie richtig Toben und springen können, sich auf mir stürzen, weil sie wissen ganz genau ... das jeden Abend auf der Couch getobt wird. Meine kleinen dürfen jeden Abend so gut wie es geht ca. 3 Stunden raus, und am Wochenende meistens länger, wenn ich da mal hergehe und unter Zeitdruck stehe, und die Tiere in der Voliere Speere, verziehen sie sich meistens, oder machen krach ohne Ende aus Protest. Klar sie flitzen und springen auch in der Voliere rum, aber so richtig glücklich sind sie erst wenn sie raus dürfen.

Und ob man ein Tier hinzu jetzt vermenschlicht wie in dem Sinne das Schmusen und knuddeln, das sollt jeder für sich wissen, und sich nichts einreden lassen, nur weil man da ein Exot siezten hat, was von Natur aus kein Kuscheltier ist. Wenn ich danach gehe, haben Wildtiere nichts in einem Haushalt verloren.

Ich finde deine Einstellung klasse, und hoffe das noch weitere schöne Beiträge von Dir folgen, die gut durchdacht, besorgt, mit Hand und Fuß, und sehr fürsorglich sind.

Viele Grüße,
Meik


* Beim Nachdenken über das vernunftbegabte Wesen Mensch kann man den Verstand verlieren *

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#28

RE: Schmusen und knuddeln

in

Dies&Das - der Glidertalk

07.02.2011 23:16
von sabsihase | 8 Beiträge

Kann Meik nur zustimmen!
Tolle Beiträge Berndt! Ganz nach meinem Herzen und super gut ausgedrückt!

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#29

RE: Schmusen und knuddeln

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Dies&Das - der Glidertalk

23.02.2011 02:11
von sabsihase | 8 Beiträge

Nur nebenbei bemerkt:
Mein Mogli hat jetzt eine Freundin!
Hatte nicht vor, ihn alleine zu halten!

Sie kommt aus München, aber mein Mogli scheint keine Schwierigkeiten zu haben sie zu verstehen, obwohl er ein Schwabe ist!
Sie heißt jetzt Lina (nach der kleinen Schwester vom Michel aus der Serie).
Vertragen sich super! Hatte erst Angst, daß Mogli ihr zu aufdringlich wird, aber sie behauptet sich, klaut ihm sogar Leckerli aus den Fingern!
Und Mogli ist weiterhin so zahm!
Dadurch daß er so zahm ist, konnte er auch während sie sich erst eingewöhnen mußte Freigang bekommen.
Da er gleich an der Tür steht wenn ich davor stehe, brauchte ich nur einen Spalt auf machen, schon war er auf meiner Schulter und konnte ein paar Stunden Freiflug geniesen. Danach hat er natürlich als erstes sein Mädchen verknuddelt.
Die Kleine braucht natürlich noch viel Zeit und Geduld, frißt aber bereits aus der Hand und läßt sich schon ein wenig anfassen.
Auch nutzt die Kleine endlich das Laufrad, was mein Mogli nicht tut.
Schon klasse, daß jedes Tier seine eigene Persönlichkeit hat. Wäre ja sonst langweilig! Mußte mich bei ihr wieder anders einfühlen als bei Mogli. Aber das macht die Beziehung zum Tier eben aus, bei Jedem speziell zu entdecken, was es mag, oder eben auch nicht!
Einfühlungsvermögen und gutes Beobachten sind da wichtig.
Sie ist ganz anders als Mogli, aber so langsam verstehe ich, was sie mag.
Ist ne ganz Süße! Aber recht wilde, die jetzt aber doch allmählich entspannter ist, da ich sie nach und nach besser verstehe und auf sie eingehen kann.


zuletzt bearbeitet 23.02.2011 02:15 | nach oben springen


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