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#1

heuschrecken

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Hilfeforum - Notfallfragen und reguläre Fragen

09.06.2008 14:45
von oranschi (gelöscht)
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Hallo,

...hat wer von euch Erfahrung mit der Fütterung von selbst gefangenen Heuschrecken?
Wir haben neben unseren Garten ein Feld und dort tummeln sich jedes Jahr tausende von Schrecken
Is vielleicht von euch schon wer auf die Jagd gegangen und hats ausprobiert?

lg oranschi

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#2

RE: heuschrecken

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Hilfeforum - Notfallfragen und reguläre Fragen

09.06.2008 14:57
von lili-maus | 144 Beiträge

Hallo,
also ich glaube nicht, dass das so eine gute idee ist. wildtiere (vor allem insekten) können sehr viele krankheiten übertragen. ich weiß jetzt zwar nicht, ob sugar glider da auch anfällig sind, aber reptilien sollte man z.B. auf gar keinen fall selbstgefangene insekten verfüttern.
ich würde es jedenfalls nicht tun. aber warte mal noch auf andere antworten. vielleicht kann man das bei den sugis ja ohne bedenken machen.

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#3

RE: heuschrecken

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Hilfeforum - Notfallfragen und reguläre Fragen

09.06.2008 14:59
von Sina | 2.063 Beiträge

Also ich würde wegen den bereits genannten Punkten auch davon abraten!

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#4

RE: heuschrecken

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Hilfeforum - Notfallfragen und reguläre Fragen

09.06.2008 15:03
von Ronja | 1.390 Beiträge

Sollte man nicht machen auch wegen evtueller Düng- und Spritzmittel die die Insekten aufnehmen.


Es gibt nichts Gutes außer man tut es (Erich Kästner)
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#5

RE: heuschrecken

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Hilfeforum - Notfallfragen und reguläre Fragen

09.06.2008 15:07
von Tamiops | 132 Beiträge

Hi,

die Verfütterung von Wiesenplankton stellt eine gängige Praxis der Versorgung mit vitaminreichen Insekten dar. Selber sammel ich schon Jahre freilebende Insekten und verfüttere sie, bisher ohne Probleme. Allerdings sollte man keine gesammelten Schnecken verfüttern, die können tatsächlich Würmer übertragen

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#6

RE: heuschrecken

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Hilfeforum - Notfallfragen und reguläre Fragen

09.06.2008 15:20
von lili-maus | 144 Beiträge

hm...also ich hab auch schon oft gehört, dass man insekten auch sammeln könnte.
ich denke mal es kann gut oder auch schlecht ausgehen. Vielleicht hängt es ja davon ab wo man die tiere fängt? ich züchte jedenfalls meine insekten selbst. wohn ja auch mitten in der stadt. da gibts so wenig heuschrecken.

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#7

RE: heuschrecken

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Hilfeforum - Notfallfragen und reguläre Fragen

09.06.2008 22:27
von Kalle | 352 Beiträge

Hi,
in allen einschlägigen Werken wird ausdrücklich vor der Verfütterung von selbstgefangenen Insekten an Suggi`s gewarnt. Insekten nehmen Schadstoffe jeglicher Art auf und scheiden nur einen geringen Prozentsatz davon wieder aus. Selbst in ihren "Heimatländern" empfehlen Halter nur die Verfütterung von gezüchteten Futtertieren.
Nicht nur die Krankheiten, sondern auch die Aufnahme und Konzentration von Schadstoffen (Pestizide, Dünger, usw.) durch freilebende Insekten sind für die Suggi`s eine Gefahr.
Auch wenn es vileicht nicht ganz so wichtig ist, die "Zusammensetzung" der hier gefangenen Insekten (Nährstoffgehealt) entspricht nicht dem, was Suggi`s in ihrer natürlichen Umgebung vorfinden (erkennt man schon an Färbung, Körpermaßen- und Verhältnissen). Da die Darmflora unserer Suggi`s doch etwas empfindlich ist, könnte dies auch zu Problemen führen.
Wir würden das Risiko nicht eingehen und lieber bei einem seriösen, zuverlässigen Händler Futterinsekten kaufen.

Katy u. Kalle

P.S.: Des öfteren kam hier der Vergleich zur Fütterung von Reptilien. Suggi`s sind keine Reptilien und reagieren ungleich empfindlicher auf falsches Futter. Gerade die Spätfolgen sind verherend.

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#8

RE: heuschrecken

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Hilfeforum - Notfallfragen und reguläre Fragen

09.06.2008 22:51
von Tamiops | 132 Beiträge
Hallo,

eine interessante These die Du aufstellst. In der Exotenhaltung, egal ob Reptilien, Vögel oder Säuger, sind Vergleiche mit den natürlichen Lebens- und Ernährungsbedingungen wenig sinnvoll und hilfreich. Locusta migratoria, Schistocerca gregaria, Acheta domestica, Gryllodes sigillatus, Gryllus bimaculatus und weitere gezüchtete Futterinsekten sind kein Bestandteil der Fauna des australischen Archipels. Sie sind deiner These nach genauso fremd und somit schädlich wie die heimischen Insekten. Was natürlich geht ist die Zucht von z.B. Extatosoma spec., jedoch ist die Zusammensetzung auch nicht die wie im Ursprungsland da die Tiere hier mit Brombeerblättern ernährt werden.

Reptilien ist in dem Vergleich recht weit gefaßt (wir reden hier immerhin von fast 7000 Arten) denn unter diesen gibt es eine große Menge die man mit dem falschen Futter um einiges schneller töten kann als Glider.

Von der Qualität der gezüchteten Insekten will ich erst gar nicht anfangen
zuletzt bearbeitet 09.06.2008 22:52 | nach oben springen

#9

RE: heuschrecken

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Hilfeforum - Notfallfragen und reguläre Fragen

09.06.2008 23:53
von Kalle | 352 Beiträge

Irgendeiner hat mal gesagt, der übermäßige Gebrauch von Fremdwörtern zeigt ....

1. Es geht hier HAUPTSÄCHLICH um die Frage ob frei lebende Heuschrecken verfüttert werden sollten oder nicht
2. Es geht doch wohl um Wanderheuschrecken (Locusta migratoria) und bei dem Fachwissen solltest Du den Unterschied zu anderen Arten (speziell den europäischen) kennen. Alle anderen von Dir genannten Schrecken- und Heimchen-Arten sollten eh nicht an Suggi`s verfüttert werden (mögen sie auch nicht).
3. Die Problematik "Zusammensetzung" ist nur ein Randgebiet, bedeutender ist die ungewisse Schadstoffkonzentration freilebender Insekten (damit haben übrigens Reptilien kaum ein Problem, die Gründe sind Dir ja sicher bekannt)
4. Ich habe ausdrücklich auf einen seriösen und zuverlässigen Händler hingewiesen

Zu der Fütterung mit Bromberblättern kann ich nur wenig sagen, ich hab aber meinen Anbieter mal besucht und der füttert in keinerweise einseitig.

Meinen Suggi`s sind die gekauften Futtertiere sehr gut bekommen. Unsere 1. Suggi`s waren Sußi und Strolch, wir wissen nicht wie alt sie waren als wir sie gekauft haben, Strolch hat uns nach 12 Jahren verlassen und Susi folgte ihm 1,5 Jahre später, genauso wie ihre Eltern erfreut sich ihr Nachwuchs bester Gesundheit.

da in Deinem Profil kaum was steht, hast Du selbst Suggi`s bzw. was bringt Dich in dieses Forum?

Kalle



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#10

RE: heuschrecken

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Hilfeforum - Notfallfragen und reguläre Fragen

10.06.2008 00:32
von Tamiops | 132 Beiträge

Hi,

meine Glider fressen alles an Insekten was ich ihnen anbiete, am liebsten jedoch größere Schaben. Eine Verfütterung einer oder zweier Arten ist bei einem Tier welches ein so großes Nahrungsspektrum hat sicher nicht das wahre. Der Unterschied zwischen den heimischen "Feldheuschrecken" und den gezüchteten afrikanischen Arten ist gar nicht mal so groß. Beide gehören zu der Ordnung der Kurzfühlerschrecken, sind also unmittelbar verwandt.

Die Belastung gezüchteter Insekten wird meist unterschäzt. Wenn z.B. Kleie für Futterzwecke verfüttert wird, so wird diese aus Getreide gewonnen dessen Wassergehalt zu hoch für den menschlichen Verzehr ist. Die Folge ist eine muntere Ansammlung von gesundheitsschädlichen Schimmelpilzstoffwechselnebenprodukten (primär Aflatoxine). Zum anderen ist das verfütterte Futter ebenso mit Rückständen der Landwirtschaft und diversen aus dem Boden aufgenommenen Stoffen belastet wie das Futter der wildlebenden Insekten. Was ich damit sagen will ist, dass die Schadstoffbelastung ebenso ungewiss ist wie die der gefangenen Insekten. Mittlerweile werden in vielen Zuchten diverse Mittelchen gegen Pilze und Milben eingesetzt. Es gibt einige Vogelspinnenhalter die Spinnen durch so behandelte Futtertiere verloren haben. Auch sie waren von der Seriösität und Zuverlässigkeit ihres Händlers überzeugt.

Reptilien haben als wechselwarme Organismen einen sehr langsamen Stoffwechsel, dies begünstigt die Akkumulation von diversen Stoffen. Reptilien haben unter Schadstoffen genauso zu leiden wie alle anderen Organismen auch, es spielt sich nur in längeren Zeiträumen ab.

Wenn man also in der Nachbarschaft eine schöne ungedüngte und unbehandelte Brachfläche hat, so ist es keineswegs verwerflich einige Heuschrecken zu verfüttern. Im Gegenteil, der Vitamin- und Protein- und Mineralstoffgehalt ist sogar großer als der von gezüchteten Insekten, dabei ist sogar der Fettanteil niedriger.


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