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Schwangerschaft und Aufzucht

in Top 10 Themen 21.09.2006 08:50
von Heike | 2.572 Beiträge

Schwangerschaft und Aufzucht

Dieses Themengebiet ist recht umfangreich, weshalb es in einem großen Bericht auf der Homepage abgehandelt wird, den jeder "Züchter" gelesen haben sollte (siehe den Links unten).

Um Nachwuchs zu bekommen ist nicht viel nötig - fühlt ein Paar sich wohl, stellt sich früher oder später Nachwuchs ein. Es gibt lediglich bis zu 3 Würfen pro jahr mit etwa ein bis zwei Jungtieren.

Wichtig Details sind folgende Punkte:


- das Weibchen sollte ausgewachsen sein, bevor es zu einem Männchen kommt (mindestens 9 - 12 Monate aus dem Nest)
- Schwangere Weibchen brauchen eine ruhige, ausgeglichene Atmosphäre (keine Störungen tagsüber, keine Stellplatzwechsel, keine Veränderungen des Nests)
- Penibelst auf regelmäßige Calciumzufuhr achten (Milchbildung, Knochenaufbau der Jungtiere)
- extra Portionen Lebendfutter, ansonsten ausgewogene Ernährung - keine Fastenkuren!
- das Nest mit rückwärmenden Material ausstatten, da die Jungtiere in der Anfangszeit die Körpertemperartuu nicht regulieren können. Keine Hamsterwolle (link einfügen) oder ähnliches! Hanfmatten oder Grasmatten, Papiertücher (chlorefrei gebleicht), Heu
- darauf achten, dass der Nesteingang groß genug im Durchmesser ist (etwa 7cm)




Es ist nicht nötig, sich um die Jungtiere zu kümmern oder die Pflege zu übernehmen!

Die Mutter weiß selber, ab wann sie ihre Jungen zeitweillig alleine im Nest lassen kann. Anfangs stellt sie einen Babysitter ab, der die Jungen wärmt. Wenn sich die Regelung der Körpertemperatur eingependelt hat, verlassen alle bis auf die Jungtiere das Nest, kehren aber nach ca. 20 bis 30 Minuten wieder zurück.

Die Erfahrung hat gezeigt, dass ein unnötiger Kontakt mit den Babys möglichst vermieden werden sollte. Wenn kein triftiger Grund besteht, dann Finger weg vom Nest! Kontrollen am besten nur, wenn die Mutter bei den Jungtieren ist.

Übrigens kann starker Streß (z.B. durch häufige Nestkontrollen) zu Kannibalismus führen!



Nach circa vier Wochen im Nistkasten verlassen die Jungtiere das Nest selber. Anfangs nur zu wirklich sicheren Uhrzeiten, wo kein Mensch anwesend ist. Auch zu dieser Zeit werden sie noch gestillt! Eventuell sollten Kletterhilfen angebracht werden, um den noch unerfahrenen Jungtieren einen sicheren Ein- und Ausstieg ohne Sprünge zu gewährleisten.

Weitere zwei, drei Wochen später fangen die Jungtiere an, mutiger zu werden und luken aus ihrem Versteck. Sie orientieren sich am Verhalten der Gruppe und sehen sich alles erst einmal aus sicherer Entfernung an. Auch zu diese Zeitpunkt ist eine Pflege seitens des Menschen (zusätzliche Fütterung) nicht nötig!

Zutraulich geworden Jungtiere "beißen" in der ersten Zeit. Das hat nichts mit Aggressivität zu tun! Sie probieren lediglich aus, was als Futter genießbar ist. Und da die Hand oft nach Futter riecht oder Futter anbietet (Joghurt, Babybrei, Insekten) braucht es sehr lange, bis sie damit aufhören. Ein klares "Nein!" und leichtes bewegen des Finger (Rückzug um 1cm) reicht im Normalfall aus. Diese Phase kann bis zum Ende des teenageralters andauern (1 Jahr)

Lebendfutter wird von den Jungtieren erst sehr spät angenommen und sollte ihnen deshalb nicht aufgedrängt werden. Gleiches gilt für alle anderen Nahrungsmittel. Sie wissen genau, wann sie ihrem noch sehr empfindlichen Verdauungsapparat welche Nahrung zumuten können. Ähnlich wie beim menschlichen Säugling muss die nahrung von Milch auf normale Kost schrittweise und langsam erfolgen.


Problemsituationen
Sollte es zu Problemen bei der Aufzucht kommen, muss der Mensch notfalls eine Handaufzucht übernehmen. Das ist allerdings erst nötig, wenn die Mutter nicht mehr bereit oder on der Lage ist, sich um den Nachwuchs zu kümmern. Für diesen Fall sollte JEDER Halter mit Nachwuchs das notwendigste im Haus haben. Minimum ist Welpenaufzuchtmilch und eine passende Spritze mit Pipette (z.B. eine 1ml Spritze mit einem Gimborn Aufsatz)

Deutsche Bericht:
Geschlecht, Fortpflanzung und Jungtiere
Gefahren und Folgen von Inzucht
Tote Jungtiere (Kannibalismus)

Handaufzucht:
http://www.sugarglider.de/berichte/sonde...andaufzucht.htm
http://www.flugbeutler.de/t505331f117536...uche-Hilfe.html


Es folgen in Kürze noch ein paar Links zu amerikanischen Webseiten...



Liebe Grüße
Heike

Bei manchen kommt die Einsicht erst, wenn ein Unglück passiert ist


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