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#21

RE: 3 niedliche Sugar Glider abzugeben (26340 Zetel)

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Abgabetiere (SugarGlider)

26.03.2008 18:14
von Tamiops | 132 Beiträge

Hallo,

mit diesem Posting will ich natürlich nicht die exzessive Inzucht legitimieren, sondern zum Ausdruck bringen, dass ohne genaue Betrachtung des Erbguts die Inzucht nicht pauschal als schlecht oder gut beurteilt werden kann. In Abhängigkeit des vorhandenen Erbguts können so sowohl positive als auch negative Effekte zu Tage kommen. Die Pauschalisierung der Inzucht als das größte Übel welches einem Tier erfahren kann, so wie es in vielen Foren passiert, entbehrt einfach jedlicher Grundlagen. (Das eigentliche Übel am Internet ist aber das solche Dinge meist einfach unreflektiert übernommen und als unumstößliche Wahrheit hingestellt werden)

Selbstverständlich kann sich das Risiko diverser genetisch bedingter Erkrankungen mit steigender Homozygotie erhöhen, es sind dann aber Defekte die schon heterozygotisch vorlagen und nun in Homozygotie zur Ausprägung kommen. Andererseits können so positive (für das Überleben nützliche) Eigenschaften zu Tage kommen, die vorher nur heterozygotisch vorlagen und somit nicht "genutzt" oder nicht in dieser Form "genutzt" werden konnten.

Gerade bei Mäusen und Ratten zeigt sich, dass Inzucht nicht unbedingt schädlich sein muss. Die Lebenserwartung dieser Tiere in freier Wildbahn beträgt meist weniger als ein Jahr. Hält man solche Tiere unter Heimtierbedingungen so steigert sich die Lebenserwartung auf ca. 2-3 Jahre. Das ist auch die Lebenserwartung die die domestizierten Farbmäuse und Farbratten haben. Selbst die typischen Alterserkrankungen wie Atemwegsinfekte und Tumorbildung sind die gleichen wie bei unter Heimtierbedingungen gehaltenen Wildratten und Mäusen. Die Geschichte, dass die Neigung zu diesen Erkrankungen absichtlich oder unabsichtlich angezüchtet wurde ist eine Legende die einige übereifrige Tierschützer hervorgebracht haben. Für die Krebsforschung sind Tiere die extrem krebsanfällig sind sogar völlig unbrauchbar. Da ich mal selbst Inzuchtstämme zu Futterzwecken gezüchtet habe kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass diese keine Unterschiede in der Vitalität und Fertilität gegenüber Auszuchtstämmen aufweisen.

Auch ist die Inzucht im weiteren Sinne ein Mechanismus der Artbildung und kommt auch in menschlich nicht geprägten Landschaften vor. Populationen werden getrennt und dadurch entwickeln sie sich unabhängig voneinander weiter, nach einer gewissen Zeit hat man dann 2 Arten vor sich. So sind die vielen nur auf einer Insel lebenden Arten entstanden. Wenn Inzucht zwangsweise schlecht wäre und zum Aussterben einer Population führt, so wären alle Inseln weder von Tieren noch von Pflanzen bewohnt. Sicher haben einige Pionierpopulationen auf Inseln nicht überlebt, andere hingegen erfreuen sich bester Gesundheit. Man denke an Galapagos, Hawai, die Malediven oder die Seychellen und deren einzigartige Fauna und Flora - ein "Produkt der Inzucht".

In der Zucht domestizierter Haustiere ist die Rückkreuzung ein Mittel um gewünschte Eigenschaften zu stabilisieren und dem Zuchtziel näher zu kommen. So sind fast alle unsere Haustierrassen und Farbformen entstanden.


In Antwort auf:
Bei den Menschen steht es unter strafe, das isr doch woll ,weil es sich raus gestehlt hat das die meisten Inzucht Kinder behindert waren oder Tot geboren wurden


Das stimmt so auch nicht, in unserer Gesellschaft hat es religiöse und moralische Gründe und keine "biologischen". In vielen Naturvölkern existiert das Inzesttabu nicht in der Form in der wir es kennen und diese existieren bereits viel länger als unsere biblisch geprägten Moral- und Wertvorstellungen.



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#22

RE: 3 niedliche Sugar Glider abzugeben (26340 Zetel)

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Abgabetiere (SugarGlider)

26.03.2008 19:50
von Ronja | 1.390 Beiträge
Das mit der moralischen/religiösen, nicht biologisch bedingten Vermeidung von Inzucht stimmt so nicht!

Hier:

Bei den meisten Tierarten wird Inzest nur passiv vermieden, indem Nachkommen sich zerstreuen bzw. von den Eltern nicht mehr geduldet werden, oder indem die jungen Männchen oder die jungen Weibchen die Gruppe verlassen; dadurch kommt es zu einer Trennung der Geschwister, sog. Exogamie. Durch diese Verhaltensweisen werden Verpaarungen naher Verwandter zwar unwahrscheinlich, aber sie sind möglich und kommen auch vor. Die aktive Vermeidung von Inzest ist an die Möglichkeit individuellen Erkennens (Wiedererkennen) gebunden und kommt auch bei Tieren vor. Bei einigen Vogelarten (z.B. Graugänse) vermeiden Geschwister auch dann eine Verpaarung, wenn sie ohne andere Partner zusammen gehalten werden; hier spielt die sexuelle Prägung während der frühen Ontogenese eine Rolle. Bei Schimpansen wurde beobachtet, dass Weibchen sexuelles Interesse von Brüdern aktiv abwehren und dass selbst erwachsene, ranghohe Männchen ihrer Mutter gegenüber kein sexuelles Interesse haben. Untersuchungen zeigten, dass Menschen als Erwachsene denjenigen gegenüber eine erotische Barriere haben, die sie in den ersten 5 Lebensjahren gut kannten.
(Wikipedia)

Es gibt nichts Gutes außer man tut es (Erich Kästner)
zuletzt bearbeitet 26.03.2008 19:51 | nach oben springen
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#23

RE: 3 niedliche Sugar Glider abzugeben (26340 Zetel)

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Abgabetiere (SugarGlider)

26.03.2008 21:37
von Tamiops | 132 Beiträge

Hallo,

Wikipedia sagt auch folgendes:

Inzesttabus existieren in fast allen bekannten Gesellschaften, wobei sich der Kreis der heiratbaren/nicht heiratbaren Personen von Kultur zu Kultur unterscheidet.

Aufgrund moderner wissenschaftlicher Erkenntnisse weiß man, dass das Inzesttabu, bzw. das Verbot von Bruder-Schwester-Ehen, der Rekombination dient und die Wahrscheinlichkeit von Erbkrankheiten, als Effekten der Inzucht, verringert. Allerdings reicht dieses Argument nicht aus, angesichts der Vielfalt möglicher Verwandtschaftssysteme die Existenz und weite Verbreitung der Inzesttabus zu erklären.

* Dies lässt sich u. a. mit Hinblick auf animistische Verwandtschaftssysteme erkennen, mit denen alle menschlichen Kulturen aus dem Tierreich kamen, die bis vor etwa 7000 Jahren praktisch überall auf der Welt bestanden haben und noch heute bei vielen Ethnien vorkommen. Animistische Verwandtschaftsysteme erkennen die Verwandtschaft meistens nur über die weibliche Linie an, weshalb durch das Inzesttabu Inzucht überhaupt nicht verhindert werden kann. Beispielsweise fallen Vater-Tochter-Ehen in fast allen animistischen Kulturen nicht unter das Inzesttabu, da nicht zweifelsfrei festgestellt werden konnte, wer der Vater ist. Wer die Mutter ist, steht jedoch immer fest. In älteren Abschnitten der Kulturentwicklung war zudem die Rolle der Väter bei der Zeugung der Nachkommenschaft überhaupt nicht bekannt. Man sah es damals als natürlich an, dass junge Frauen ab einem bestimmten Alter einfach anfingen, Kinder zu bekommen.
* Das über mehrere hunderttausend Jahre bestehende System von Totem-Verwandtschaften verbietet also geschwisterliche Verbindungen und solche zwischen Mutter und Sohn, ohne die anderen, viel häufigeren Formen der Inzucht zu sanktionieren (siehe auch Totem oder Totemismus).
* Dies spricht dafür, dass das Inzesttabu vor allem eine soziale oder gesellschaftliche Funktion hatte. Auch die hohen Strafen für seine Übertretung - fast immer der Tod oder die Verbannung - lassen darauf schließen, dass weniger realistische, die Gesundheit der Nachkommen betreffende Überlegungen diesem Tabu zugrunde liegen, als vielmehr solche, die den Zusammenhalt der Gemeinschaft betreffen. Das Übertreten des Tabus erscheint demnach nicht nur einfach als ein verwandtschaftlicher Seitensprung, sondern ist eine massive und unverzeihliche soziale Kooperationsverweigerung, die es rechtfertigt, den Täter permanent zu entfernen, damit solche Sitten gar nicht erst einreißen können. Selbst der Verlust einer Arbeitskraft wurde von der Gruppe als von geringerem Nachteil bewertet.

Ein Inzesttabu widerspricht nicht dem so genannten Endogamiegebot, bei dem es vorgeschrieben oder auch gerne gesehen ist, wenn eine Person sich Geschlechtspartner in der eigenen Verwandtschaftsgruppe auswählt. Im Totem-System bestehen die Mitglieder einer sozialen Gruppe (Gentilfamilie) nämlich zwangsläufig immer aus Angehörigen verschiedener Totems, da sonst die Einhaltung des Inzesttabus nicht möglich wäre. Dennoch können alle Mitglieder einer solchen sozialen Gruppe genetisch eng mit einander verwandt sein.

Das Inzesttabu wirkt immer dann kontraproduktiv, wenn es dazu führt, dass bestehende Inzestverhältnisse ignoriert und totgeschwiegen werden, dass eventuell missbrauchten Kindern keine Hilfe zu Teil wird, weil die Problematik absichtlich nicht wahrgenommen wird. Ein Tabu bedeutet nicht zuletzt eine Blockade des Denkens.

Beispiel

Eine Mutter habe Kinder (verschiedener Väter), die alle ihren Totem (Nachnamen) tragen, da sie von ihr geboren wurden und die Abstammung deshalb klar ersichtlich ist. Alle Väter dieser Kinder gehören aber einem anderen Totem, da die Mutter das Inzesttabu eingehalten hat und niemals mit Angehörigen ihres eigenen Totems zusammen war. Die Kinder können sich deshalb untereinander nicht heiraten (geschwisterlicher Inzest verhindert), wohl aber sowohl mit ihren Vätern zusammen sein (Vater-Tochter-Inzest ermöglicht), als auch mit den anderen Nachkommen eines jeden Vaters zusammen sein (halbgeschwisterlicher Inzest ermöglicht), sofern diese Halbgeschwister von einer Mutter mit einem fremden Totem stammen.


Aufgrund fehlender Literaturangaben ist bei Quellen wie Wikipedia eine gewisse Vorsicht geboten. In beiden von uns zitierten Texten sind keine Quellen genannt die die eingestellten Informationen belegen. In diesem Fall widersprechen sie sich eindeutig und haben mangels Revidierbarkeit beide wenig Aussagekraft.


In Hinblick auf das von dir beschriebe Bestreben nach Panmixie und dem Hardy-Weinberg-Gleichgewicht stimme ich dir auch voll zu (auch wenn beides in Natura nicht vorkommt). Allerdings stimmen die hier aufgestellten Behauptungen zur Inzucht nur teilweise. Inzucht kann mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit zu Schäden führen, sich völlig neutral verhalten oder sogar positive Effekte haben.

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#24

RE: 3 niedliche Sugar Glider abzugeben (26340 Zetel)

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Abgabetiere (SugarGlider)

27.03.2008 09:32
von tascha84 | 1.459 Beiträge

Hallo Heike,

das mit den Wildkatzen habe ich auch gesehn, ich fand es gut das sie für die Wildkatzen diese "Autobahn" gemacht haben.

Und allgemein denke ich, wenn sich Inzucht vermeinden läßt, sollte man es auch tun. Wir sind schließlich in einem Jahrhundert und doch so Klug, das man das nicht machen muss. Denn man weiß nie was dabei raus kommt, vielleicht hat man damit mal Glück, aber was ist wenn es schief geht. Wer steht dann da zu?
Man sollte es den Tieren nicht antun, den die haben auch ihren Respekt verdient, manchmal sogar mehr.

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#25

RE: 3 niedliche Sugar Glider abzugeben (26340 Zetel)

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Abgabetiere (SugarGlider)

04.05.2008 17:49
von Sina | 2.063 Beiträge

So wie es aussieht scheinen die drei noch abgabebereit zu sein. Ich habe eine etwas neuere Anzeige im Internet entdeckt. Wenn noch Interesse besteht, kann ja jemand Kontakt aufnehmen.
Hier ist der Link mit Telefonnummer:

http://kleinanzeigen.meinestadt.de/zetel...?siteid=3758361

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#26

RE: 3 niedliche Sugar Glider abzugeben (26340 Zetel)

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Abgabetiere (SugarGlider)

11.05.2008 15:03
von tascha84 | 1.459 Beiträge

3, 2, 1 meinz. Hole die 3 nächsten Monat ab, muss für die noch alles vorbereiten.

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#27

RE: 3 niedliche Sugar Glider abzugeben (26340 Zetel)

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Abgabetiere (SugarGlider)

11.05.2008 15:05
von Sina | 2.063 Beiträge

Tascha du bist echt verrückt! Bekommen die 3 eine eigene Voliere oder setzt du sie zu deinen Mädels dazu? Ich denke, dann wird bei dir auch bald bei den Glidern Nachwuchs angesagt sein !
Bin schon gespannt, wann sich dein Assapan Baby mal blicken lässt .

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#28

RE: 3 niedliche Sugar Glider abzugeben (26340 Zetel)

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Abgabetiere (SugarGlider)

11.05.2008 15:06
von tascha84 | 1.459 Beiträge

Die bekommen extra eine Voliere, sonst gibt es vielleicht krieg.
Und das baby zeigt sich auch nicht, eine schweinerei

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#29

RE: 3 niedliche Sugar Glider abzugeben (26340 Zetel)

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Abgabetiere (SugarGlider)

11.05.2008 15:07
von Sina | 2.063 Beiträge

Da bin ich mal gespannt, was du dann von deiner neuen Bande zu berichten hast. Freut mich, dass die drei endlich ein neues zu Hause gefunden haben. Bei dir werden sie gut haben!
Wie war das nochmal die Eltern mit Sohn?

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#30

RE: 3 niedliche Sugar Glider abzugeben (26340 Zetel)

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Abgabetiere (SugarGlider)

11.05.2008 15:09
von tascha84 | 1.459 Beiträge

Ja genau, werde dann wenn sie sich eingelebt haben und alles ok ist, ob der Junge zu meinen Mädels kann, wäre ja nicht schlecht

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